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Der in Basel aufgewachsene Künstler Jean Tinguely beschäftigte sich seit den 1950er-Jahren mit dem Bau motorenbetriebener Maschinenplastiken, die er aus Draht, Blech und allerlei anderen Fundstücken und Schrottteilen zusammensetzte. Er ist damit ein Hauptvertreter der kinetischen Kunst.
Eines seiner bekanntesten Werke ist der Tinguely-Brunnen (auch Fasnachts-Brunnen) auf dem Basler Theaterplatz. Dieser Brunnen wurde zwischen 1975 und 1977 an der Stelle der Bühne des alten, abgebrochenen Stadttheaters gebaut. In einem großen Wasserbecken stehen insgesamt zehn maschinelle Objekte, die die für Jean Tinguely typischen Wasserspiele zeigen.
Ein weiterer Brunnen von Tinguely steht vor dem Museum Jean Tinguely, im Hintergrund ist eine Plastik seiner Frau Niki de Saint Phalle zu sehen.
Während ich die sich bewegenden Objekte von Rebecca Horn ganz großartig finde, kann ich Tinguely nichts abgewinnen. Seine Werke sind mir zu verspielt und geben mir nichts.
Anmerkung: das Foto Tinguely + Saint Phalle wurde von Marius Watz aufgenommen und bei Flickr hochgeladen; es steht unter der Creative Commons Lizenz.
In Zürich, an der Wand des Grossmünsters, bin ich auf dieses Graffito gestoßen:
Down with Empire – Up with Spring! Diese Worte haben mich stutzen lassen und ich habe sie nicht deuten können. Erst später habe ich im Internet den Hintergrund erfahren: Zürcher Revolutionäre rufen dazu auf, das diesjährige Sechseläuten zu stören. Das Sechseläuten ist ein jährliches Frühlingsfest in dessen Mittelpunkt die Figur Böögg – ein künstlicher Schneemann, als Symbol für den Winter – verbrannt wird. Vorab ziehen rund 3.500 Honoratioren mit ihren Ehrengästen in farbenfrohen Kostümen, Trachten und Uniformen mit Reitern, Musik und Festwagen durch die Innenstadt zum Zürichsee. Das Revolutionäre Bündnis der Region Zürich ruft nunmehr dazu auf, einige der Ehrengäste am diesjährigen Sechseläutenumzug „von ihrem hohen Ross“ zu holen und den Vertretern des „Kapitalismus“ keine Gelegenheit zu geben, sich „vom einfachen Volk bejubeln“ zu lassen.
Völlig losgelöst von diesen politischen Fragen haben mein Bruder Hajo und ich den Nachmittag in Zürich sichtlich genossen.
Zürich ist einfach zauberhaft und der Zürichsee – ich mag es kaum zugeben – ist noch fast noch schöner als die Hamburger Alster.
Wo Großmutter lebte:
Erinnerungen in einer E-Mail meiner Mutter, der ich Fotos aus Berlin schickte:
Hallo Christian,
genau in dem Haus, hatten wir die Wohnung. Sie lag im 2. Stock rechts.
Vielen Dank, wir werden dort nie mehr wohnen, aber die Nostalgie bleibt. Es wird immer ein Teil meiner Kindheit bleiben und bis zum bitteren Ende in meinen Gedanken sein.Gruß Mama
Meine Urgroßmutter wurde übrigens auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof beigesetzt.
Der Schlachtruf „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ war der Gesang der optimistischen deutschen Fans während der WM 2006, die ‘ihre’ Mannschaft im hauptstädtische Olympiastadion sehen wollten. Hat nicht so ganz geklappt.
Einen ähnlichen Schlachtruf muss es auch unter Schwulen geben, die sich jedes Jahr zu Ostern auf den Weg zum ‘Ledertreffen‘ an die Spree machen. Während dies vor einigen Jahren noch eher eine Veranstaltung der ‘Randgruppen’ war, bewirbt mittlerweile auch die städtische Berlin Tourismus Marketing GmbH dieses Events in ihrem Newsletter – zwischen Meldungen wie „Tierische Artenvielfalt in der Hauptstadt“ oder „Internationales Deutsches Turnfest beginnt am 14.05. in der Hauptstadt„. Was ja auch irgendwie ganz passend ist: rund um die Motzstrasse wird man so manche vom Aussterben bedrohte Exemplar der schwulen Lederszene antreffen – und zu fortgeschrittener Stunde wird man nicht nur im Tiergarten die eine oder andere … ähh … sportliche Übung beobachten können.
Ob ich von dieser Veranstaltung viel mitbekomme wird stark von meiner körperlichen Konstitution und aktuellen Stimmung abhängen. Viel mehr Lust habe ich, mich mit Jean-Baptiste am Samstag und mit Claus am Sonntag zu treffen. Außerdem freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Petra, Peter + Shimon, Günther + John und Didi. Und natürlich mit meinem Freund Frank.
Ach ja – noch etwas: ich muss ergänzen, dass ich Berlin nicht mag. Oder sagen wir es mal besser so: ich mochte es bis Mitte der 90er Jahre. Danach hat mich jeder Besuch dieser Stadt genervt. Ganz ähnlich ging es Nicky die in ihrem Blog feststellt: „Ich liebe diese Stadt. Eigentlich. Aus der Ferne und genau bis 10 Minuten nach meiner Ankunft.“ Noch weiter geht Thomas Wanhoff, der Berlin beim Abschied nach sechs Monaten scheinbar keine Träne nachweint.
Mal schauen, wie es bei mir dieses mal wird. Das Wetter wird gut und das ist schon mal die halbe Miete. Vielleicht verliebe ich mich ja wieder in diese Stadt.
Anmerkung: Die Bilder stehen unter der Creative Commons Lizenz und wurden von mir nachbearbeitet.
Eine Weitergabe und Weitergabe ist entsprechend den Regeln der CCL gestattet.







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