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Wem die URL http://joernmeyer.wordpress.com zu lang und kompliziert ist, braucht sich nur dieses Zitat von Dickens zu merken:

„I want to know what it says,“ he answered, looking steadily in her face. „The sea Floy, what is it that it keeps on saying?“ (Charles Dickes, Dombey and Son)

Dies ist jetzt meine DickensURL. Eine schöne Alternative zu tinyURL.


Heute Nachmittag konnte ich diese junge Familie beim Ausflug beobachten:

Ich war gerade auf dem Weg zur Frankfurter Welle, einem Gebäudekomplex im Westend. Dieses städtebauliche Ensemble war (und ist) stark umstritten: Die Umgebung ist einerseits geprägt durch die Hochhäuser der Banken (Deutsche Bank, DG-Bank und dem gerade im Bau befindlichen Opernturm der UBS), durch die ehrwürdige Alte Oper, die Parks und Villen am Anlagenring, andererseits durch die Wohnbebauung der umliegenden Viertel.

2001 wurden die ehemaligen Gebäude der Metallgesellschaft abgerissen, zum Teil entkernt oder aufwendig renoviert und um zwei wellenförmige Baukörper ergänzt. Die ‘Welle’ findet sich aber auch wieder in einem sich durch das Ensemble ziehenden Wasserbecken, welches den vor mehr als einhundert Jahren kanalisierten Leerbach wieder zum Leben erweckt. Man kann die Welle als gelungene Verbindung zwischen Wohn- und Geschäftsvierteln auffassen, als spielerischen Übergang von Hochhäusern zu einem gehobenen Wohngebiet. Berechtigterweise wird aber eingewandt, dass die maßgeblich verwendeten Baumaterialien (Stahl und grün gefärbtes Glas) sich nicht in den umliegenden Gebäude wiederfinden. Die Anlage aber als „Pissoir royal“ (der Architekt Christoph Mäckler in der taz vom 22.04.2006) zu bezeichnen, ist aber dennoch verfehlt.

Am schönsten finde ich dort übrigens den ‘Wasserträger’, der an das Hamburger Original Hans Hummel erinnert.

Ganz spontan fielen mir auch die Enten während der Studienzeit in Hamburg ein. Mein ehemaliger Fachbereich (Rechtswissenschaften II) war in Pavillons in der Nähe der Alster untergebracht. In einem Innenhof haben sich dort Enten angesiedelt und gebrütet. Später haben Kommilitonen dem Entenpaar einen kleinen Teich angelegt, damit die Kücken vor dem Fliegen das Schwimmen lernen konnten. So konnte man aus dem Pausenraum der Bibliothek die kleinen Enten beim Planschen beobachten. Die Pavillons (es waren übrigens eher Baracken) wurden schon vor langer Zeit durch die Flügelbauten ersetzt.

Aber bevor Opa jetzt vom Krieg erzählt, beende ich diesen Blogeintrag ohne Schlusspointe.

Nach weiteren Recherchen im Internet doch noch eine Schlusspointe: Der Opernturm wurde von Christoph Mäckler entworfen. Auch dieses Gebäude wurde heftig kritisiert: nicht nur wegen seiner Höhe, die es an dieser Stelle monumental wirken lässt. Auch die Naturstein-Platten (Alte Oper) und die kleinteilige Rasterung der Fassade lassen das Gebäude wie die Kopie eines US-amerikanischen Hochhauses aus den 30er Jahren wirken. Bei genauerer Betrachtung erinnert es irgendwie an das Rockefeller Center in New York.


Es ist Spargelzeit. Frank und ich haben dieses Wochenende zweimal das ‘königliche Gemüse’ genossen. Wir lieben Spargel in jeder Zubereitungsweise: gekocht, gedünstet, gegrillt, gebraten, roh als Salat. Dennoch waren wir überrascht, als uns diese Spezialität begegnete:

Kurzer Hand haben wir den Spargel-Cocktail gekostet: es dominierte Limettensaft, schmeckte ein wenig pfeffrig und hatte eine leichte Spargel-Note. Sehr lecker. Unser Kompliment an die Erfinder in der Frankfurter Bar Schöne Aussicht.

Um Spargel, Geschmack und die DDR ging es auch in einem Chat von Jean-Baptiste und mir. Ein Auszug kann man hier nachlesen.

Anmerkung: das Foto „Asperges épluchées“ wurde von MarionIon aufgenommen und bei Flickr hochgeladen; es steht unter der Creative Commons Lizenz.


In der Frankfurter Fahrgasse haben die dortigen Galerien aktuelle Strömungen in den Bereichen Videokunst, interaktive Installation und Computerkunst vorgestellt:

Spannend fand ich die interaktive Videoinstallation «Ist der Mond da, wenn keiner hinschaut?» von Angela Schmitt-Gläser/GroupIE. Der Betrachter wird in Bilder des alten Frankfurt projiziert und damit Bestandteil einer scheinbar längst vergangenen Szenerie.

Sehr hübsch auch Videos, die man durch Klatschen oder zurufen beeinflussen kann. Eigentlich sind solche Ideen nicht neu: solche Begeisterung haben schon frühe Videoinstallationen ausgelöst, in denen ein mit der Kamera aufgenommenes Bild dem Zuschauer direkt auf einem angeschlossenen Monitor präsentiert wurde. Dem Betrachter wurde damals vorgeführt, das Medien demokratisch sein können und jeder Mensch an ihrer Herstellung partizipieren kann. Interessant, dass solche simplen Ideen auch mit Web 2.0 noch eine Faszination auslösen können.

Der Link zur Ausstellung: http://www.v-kunst.de/


Mein absolutes Ärgernis des Tages: mein Sony Ericsson P1i hat seinen Geist aufgegeben. Zumindest was die Software angeht. Mein Telefonbuch ist im Nirwana verschwunden, ebenso der Kalender. Wenn ich erneut versuche, die Daten aus meinem Mac in das Telefon zu übertragen werde ich immer wieder mit einer neuen Auswahl meiner Kontakte überrascht. Interessanterweise werden mir bei ankommenden Gespräche aber die Namen der Anrufer angezeigt.

Ich habe etwa 3 h damit verbracht, das Gerät zurückzusetzen, meinen Mac zurückzusetzen, Software zu installieren, etc. Ich habe einfach keine Lust mehr. Mit dem Gerät war ich noch nie so wirklich 100 % zufrieden – ich glaube, jetzt steht die Anschaffung eines neuen Telefons an.

Anmerkung: Das Bild ‘old phone‘ ist dem Flickr-Album von Dan Tantrum entnommen und steht unter der Crerative Commons Lizenz.