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Gestern habe ich mich mit Constanze von Flottbek in St. Georg zum Shoppen getroffen. Wer jetzt an Handtaschen, Damenoberbekleidung oder Bücher dachte liegt falsch: es war eine umfangreiche Zutatenliste für ein Menü von Chefkoch abzuarbeiten. Leider konnte man die Ingredienzien nicht nur bei Rewe oder Lidl bekommen und so mussten wir auch den Lindenbazar, div. Asia-Shops, Apotheken (!) und schließlich auch das Kräuterhaus ansteuern.
Wie hatte doch das Hamburger Abendblatt unter dem Titel „Sie sind die Kräuterhexen von St. Georg“ geschrieben: „Ob Blüten, Wurzeln, Rinden oder Harze, ob Altbekanntes wie Kamille, Thymian und Salbei oder Exotisches wie die Kalmuswurzel – in dem nur rund 20 Quadratmeter kleinen Laden an der Langen Reihe in St.Georg gibt es alles, was die Natur zu bieten hat. Und das ist nicht wenig.“
Was sich bei uns bewahrheitet hat: auf der Suche nach Curryblättern musste die erste Verkäuferin nach zehn Minuten aufgeben. Die zweite Verkäuferin (Inhaberin?) wollte sich auf die Suche machen – wurde aber durch eine Fachberatung am Telefon abgehalten. Während sie fernmündlich über die Wirkung einiger Kräuter referierte fuchtelte sie mit den Armen und gab ungefähre Angaben, wo sich das gewünschte Gewürz befinden könnte (warm, wärmer, kälter, weiter oben …). Schließlich hatte sie das Gespräch beendet und konnte mehr oder weniger zielsicher das gewünschte Tütchen reichen.
Ich beobachtete das Treiben mittlerweile aus einem Ruhesessel heraus und fragte mich klammheimlich, ob die Mitarbeiterinnen in letzter Zeit zu viel Spice konsumiert hatten. Der weitere Verlauf war sehr amüsant:
CvF: Ausserdem hätte ich gern noch Pektin. Als Bindemittel für ein Dessert.
Hexe: Ja, ich glaube das hatten wir mal von Spinnrad. Ich schau mal … (nach etwa 5 Minuten kramen) … nee, das haben wir wohl nicht mehr da. Ich kann es ihnen aber bestellen, so in zwei, drei Wochen.
CvF: Ach nein, ich bräuchte das übermorgen.
Hexe: Ich hätte sonst auch noch Agar-Agar oder Erbsenfaser …
CvF: Ich glaube ich nehm’ einfach Gelatine.
Der Gesichtsausdruck der Hexe erstarrt bei diesem Wort ein wenig.
Bevor sie uns irgendwelche Restbestände an Hausenblase angedeihen konnte, haben CvF und ich fluchtartig das Geschäft verlassen.
Vor 500 Jahren hätte man die Verkäuferin und Inhaberin verbrannt. Warum kommen mir nur solche Gedanken?
Anmerkung: Die Bilder wurden ursprünglich bei Flickr hochgeladen und stehen unter der Creative Commons Lizenz.
Frau M. aus El P. hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Diesmal soll ich ein Bild von mir aus dem letzten Jahr posten. Bitte schön:
Ich bin in der U-Bahn-Station Willy-Brand-Platz vor einem Schaukasten des Schauspiel Frankfurt. Frisch entlassen aus dem Krankenhaus hab ich mich auf den Weg zu meinem Hausarzt gemacht und in der Kanzlei vorbeigeschaut. Um mich vor Viren und anderen Krankheitserregern zu schützen trage ich den Schal ins Gesicht gezogen.
Das Stöckchen soll weitergereicht werden an drei weitere Blogger – das Los trifft: Smacky, Michaela und Sssikaäi – oder wer auch immer es fangen will.
Ein weiterer Zufallsfund, heute im Regionalexpress: ein Stadtplan von Paris.
Paris, die Stadt der Liebe, der Kunst, der Mode, der Boulevards und Cafés … und auch immer verbunden mit Kuni. Das ist eine alte japanische Freundin, die eine zeitlang hat in Paris gelebt hat. Dort hab ich sie mehrmals besucht. Leider hab ich Kuni nach zahlreichen Umzügen aus den Augen verloren.
Spontan habe ich ihre alte Adresse auf dem Stadtplan nachgeschaut und später zu hause nach ihr gegoogelt. Voilá, gefunden bei Facebook, Kontakt aufgenommen und sechs Stunden später als Freunde verlinkt. Ich liebe Web 2.0.
Anmerkung: wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen habe ich kein Foto aus dem Stadtplan veröffentlich.
Bei meiner täglichen Lektüre des Internet bin ich auf das Wochenend-Spezial des englischen Guardian zum Thema ‘Dating’ gestoßen. Am amüsantesten war ein Artikel, ob mann (oder frau) gewisse Regeln zu beachten, wie es sich geziemt vor, während und einem ‘Date’ zu verhalten. Bei weiteren Recherchen zu dem Thema hab ich ganze Internet-Sites dazu gefunden. Da wird Frauen u.a. vermittelt, dass
- sie hübsch auszusehen haben (Kleidung, Frisur, Lippenstift, etc.),
- sich fit halten müssen, um die Aufmerksamkeit von Männer zu erlangen,
- und dass das Shopping mit Freundinnen am Samstag heilig ist und man in der Zeit nicht für ein Date zur Verfügung steht.
Das man gut aussehend bessere Chancen beim Flirten hat, ist jetzt nicht so überraschend. Insgesamt hört sich das bisher noch nach ‘Sex In The City“ an – doch die weiteren Tipps sind deutlich verzickter:
- die Verabredungen seien kurz zu halten, um das Interesse der Männer anhalten zu lassen,
- sollte Interesse an weiteren Verabredungen bestehen, so soll frau sich rar machen und grundsätzlich nur Zeit haben, wenn der Mann keine hat,
- und jegliche Kosten seien grundsätzlich von den Männern zu tragen – die Bereitschaft,etwas für die Frau auszugeben, würde deren Interesse beweisen.
Ob solche Tipps noch zeitgemäß sind, mag dahingestellt sein. Ich glaube kaum, dass sie heutzutage noch erfolgversprechend sind. Aber als schwuler Mann sieht man vieles sicherlich anders.
Wirklich bemerkenswert war aber ein anderer Artikel, der offen die Frage stellte: „Should you Google your date?„. Dies wird natürlich nicht nur empfohlen, um mögliche Anknüpfungspunkt für ein Gespräch in petto zu haben („Wie waren eigentlich Deine drei Jahre in der Mongolei, wo Du die Hirtenmusik gelernt hast?“). Vielmehr könne so schon ausgeschlossen werden, dass man an einen Massenmörder, Steuerhinterzieher oder schlimmer noch verheirateten Mann gerät.
Was mich an den Artikel „Wir wissen sehr viel über dich“ in der FAZ erinnerte. Eine französische Zeitung hat die Lebensgeschichte eines zufällig ausgewählten Mannes präsentiert. Alle dafür genutzten Informationen waren dank Web 2.0 und der damit aufkommenden sozialen Netzwerke frei verfügbar. Wundert uns das?
Anmerkung: Das Bild The Game wurde ursprünglich von v@lentina bei Flickr hochgeladen und steht unter der Creative Commons Lizenz.
Wir waren gestern im Kino, jcm und ich. Es gab den neuen Film von Clint Eastwood, „Der fremde Sohn“. Angelina Jolie spielt darin Christina Collins, eine allein erziehende Mutter im Los Angeles der späten 1920er Jahre. Eines Tages verschwindet ihr neunjähriger Sohn Walter. Fünf Monate später präsentiert ihr die Polizei einen ähnlich aussehenden Jungen, der behauptet, Walter zu sein. Christina erkennt sofort: Er ist es nicht. Zahnarzt und Klassenlehrerin bestärken sie darin. Trotzdem werden Christinas Proteste von der Polizei abgeschmettert, und als sie einfach keine Ruhe geben will, landet sie kurzerhand in der Psychiatrie. Zeitgleich werden in der kalifornischen Stadt Wineville (heute: Mira Loma) die Überreste mehrerer Kinderleichen gefunden … Ein sehr spannender, unbedingt empfehlenswerter Streifen, der auf tatsächlichen Ereignissen basiert und trotz fast zweieinhalb Stunden Länge bis zuletzt an den Sitz fesselt. Anschließend waren jcm und ich noch im „SCHMITT Foxy Food“, wo man lecker Currywurst/Pommes essen kann.

Die hätte ich auch nehmen sollen. Stattdessen musste es bei mir Rostbratwurst sein, und die hat mich nicht wirklich überzeugt. Anschließend gab ’s noch Käffchen bei Burger King. Und natürlich musste jcm bei jeder sich bietenden Gelegenheit sein Spielzeug auspacken: die neue Digicam samt Stativ.

Diesmal hatte ich meine aber auch dabei, sonst wären ja niemals diese wundervollen Fotos entstanden.
Jörns Jacke ist übrigens ebenfalls neu, ein echtes Schnäppchen von Hasi und Mausi:
Gewisse Model-Qualitäten sind durchaus erkennbar, oder? Überhaupt ist jcm wieder recht gut in Schuss – und das, obwohl seine KMT noch keine fünf Monate zurückliegt. Gut, dass er sich „damals“ dafür entschieden hat; wer weiß, wie es ihm sonst heute ginge.






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