Ich habe gestern erfahren, dass bei einem ehem. Kommilitone ein bösartiger und unheilbarer Hirntumor diagnostiziert wurde. Dem Debakel geht ein einjähriges Leiden mit Kopfschmerzen, psychischen Veränderungen (Antriebsschwäche) und der Behandlung als Depression voraus.

Der Tumor wurde Ende November entdeckt, als sich sein Zustand am Wochenende dramatisch verschlechterte und er die Notaufnahme einer psychiatrischen Fachklinik aufsuchte. Der diensthabenden Ärztin erschienen die Symptome sehr uneindeutig und sie hat einen Neurologen hinzugezogen – der war sich nach 5 Min. sicher, dass es sich nicht ausschließlich um ein psychiatrisches Problem handeln würde. Ein CT und ein MRT brachten dann Gewissheit.

(c) Illy/Flickr

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Er wird heute im UKE operiert. Eine Aussicht auf Heilung besteht bei ihm nicht, lediglich die Hoffnung einer kurzfritigen Lebensverlängerung und Verbesserung der Lebensqualität. Erkauft mit dem Preis hoher Risiken: eventuell werden bei der OP wichtige Gehirnregionen in Mitleidenschaft gezogen, die ihn sofort zu einem Pflegefall machen.

Angesichts seiner Situation bin ich schlichtweg sprachlos und scheine mit meiner onkologisch-hämatologischen Erkrankung noch ganz gut weggekommen zu sein.