Heute morgen gegen 10 Uhr rief ich bei Jörn an: „Störe ich dich?“ – „Ja, ein bisschen.“ – „Oh, hast du Besuch?“ – „Nee, ich bin beim Kotzen.“

Ein paar Stunden später war ich bei ihm. Er sah ziemlich fertig aus und wollte sich auch nicht fotografieren lassen. Momentan geht ihm so einiges auf den Zwirn: Sein Zimmernachbar, ein alleinstehender älterer Herr, möchte Geräusche und Rummel um sich haben, weshalb die Zimmertür meist offen steht. Zudem muss sich Jörn auch dann zuquatschen lassen, wenn er viel lieber vor sich hin dösen würde. Dies in Kombination mit der fehlenden Privatsphäre und dem gewöhnungsbedürftigen Essen kann einem schon die Laune vermiesen. Viel schlimmer ist aber, dass Jörns Entzündungswerte nicht zurückgehen und ihm die Medikamente auf den Magen schlagen. So kam es auch zur eingangs geschilderten Situation. Bevor hier keine deutliche Besserung eingetreten ist, kann Jörn nicht entlassen werden. Insofern heißt es für alle Beteiligten wieder einmal: Geduld.