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Hab ich eigentlich schon erzählt, dass der Klingelton meines Mobiltelefons polarisiert? Sssikäi kann ihn kaum ertragen, Yildiz ist sich nicht ganz sicher, ob es sich um Musik handelt – nur die Lebensabschnitssgefährtin findet ihn total cool.
Was für ein Wunder: durch sie bin ich überhaupt auf ihn gestoßen. Es ist ein Outtake aus dem Song ‘Rockin’ the Suburbs’ von Ben Folds. Ben Folds ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter und der ehemalige Frontman der Gruppe ‘Ben Folds Five’. Er ist ein guter Pianist, Komponist, Songwriter, grandioser Performer und Multi-Instrumentalist.
Am besten gefällt mir aber dieses Video, das leider nicht eingebettet werden darf. Warum nur er in diesem Video auftritt? Das gleichnamige Album ‘Rockin the Suburbs’ war sein erstes Soloalbum nach der Auflösung der ‘Ben Folds Five’. Und Soloalbum ist in diesem Sinne ernstgemeint: er hat fast alle Instrumente selbst eingespielt. Ein echtes Multitalent.
So talentiert bin ich nicht. Ich kann Euch höchstens verraten, wie man ein beliebiges MP3-Lied in iTunes so zusammenstutzt, dass es einen prima Klingelton abgibt:
- In iTunes die Einstellungen aufrufen und überprüfen, dass die Importeinstellungen auf MP3 mit einer festen Bitrate eingestellt sind. Da es für den Klingelton nicht so sehr auf Qualität ankommt langen auch 128 kBit/Sek.
- Den gewünschten Song raussuchen, anhören und sich genau merken, welche Stelle man kopieren möchte. (Bespiel: 00:30.00 bis 00:42.00)
- Mit Command-I bzw. rechtem Mausklick die Informationen zu dem Stück aufrufen und den Reiter ‘Optionen’ öffnen.
- ‘Starten bei:’ und ‘Stoppen bei:’ anklicken und die Zeiten eintragen, die rauskopiert werden sollen. Am besten das Lied kurz abspielen und prüfen, ob es so passt.
- Den Song jetzt markieren und unter Erweitert die Auswahl ‘MP3 Version erstellen’ anklicken. So wird automatisch nur eine Kopie der ausgewählten Stelle erstellt.
- Die gekürzte Kopie auf den Schreibtisch (oder wo anders hin) schieben und entsprechend weiterverwenden. Ich verschiebe den Song mit Bluetooth auf mein SE P1i und wähle ihn anschließend als Klingelton aus.
- Die gekürzte Kopie kann nun aus iTunes gelöscht werden; in der Originalversion muss jetzt nur noch die Abspieloption zurückgenommen werden.
Diese Methode ist meiner Ansicht nach einfacher als die ganzen Ringtone-Makers, die man sich aus dem Internet herunterladen bzw. kaufen kann. Und in der Handhabung auch schneller. Voraussetzung ist natürlich ein MP3-fähiges Mobiltelefon.
PS: Ein Blick auf die Website von Ben Folds kündigt für heute das neue Album ‘Way to Normal’ an. Ein Lied (You Dont Know Me) macht er übrigens zusammen mit Regina Spektor, die ich auch ganz klasse finde.
Ich bin heute nach fünf Wochen entlassen worden! Aus dem Arztbrief:
Wir entlassen Herrn Meyer am Tag +27 nach Transplantation in gutem Allgemeinzustand und ohne Anzeichen einer GvHD nach Hause.
Das Fieber ist weg und sämtliche anderen Komplikationen (Übelkeit, Pilzbefall) meinen die Ärzte auch ambulant behandeln zu können. Die Behandlung der letzten Wochen hat schon Spuren hinterlassen. Irgendwie habe ich keinen Bartwuchs mehr. Was andererseits ja auch ganz praktisch ist, man spart morgens Zeit im Bad. Und der Frank ist darüber vermutlich auch nicht so unglücklich.
Jetzt werde ich einfach mal vom Krankenhaus entspannen und die Tage ganz ruhig ohne Blutentnahme und ähnliche Scherze beginnen. Es gibt auch keine Infusionen, Visiten, Krankengymnastik, die einen aus den Tagträumen reißen. Außerdem muss ich mich um einen ganzen Haufen Papierkram kümmern, der in den letzten Wochen irgendwie liegen geblieben ist. Außerdem habe ich mir vorgenommen, wieder ein bisschen mehr zu bloggen. Und zwar nicht nur über Brechreiz und Blutwerte. Seid also gespannt.
Moin, moin. Gerade eben (11.30 Uhr) meldete sich Jörn bei mir. Er darf nach zweitägiger Pause wieder mal einen Tagesausflug nach Prisdorf machen. Hurra!
Vorgestern abend habe ich ihn besucht, zusammen mit „Frau Nachbarin“. Das hier ist sie übrigens:
Sie hatte einen unglaublich leckeren, selbstgebackenen Schokokuchen mitgebracht. Zum Glück konnte ich den größten Teil davon für eine Porträtaufnahme retten, bevor er den Weg alles Essbaren ging:
Bei Jörn kam der Kuchen zunächst sehr gut an, verabschiedete sich jedoch kurz darauf durch die Vordertür (ihr wisst, was ich meine). Da waren Frau Nachbarin und ich aber schon wieder weg – zusammen mit dem restlichen Kuchen, den Jörn wegen der Keimbelastung bereits am nächsten Tag nicht mehr hätte verzehren dürfen und uns deshalb mitgab.
Soviel zu den spektakulären Neuigkeiten aus Zimmer 235. Hoffentlich muss Jörn dort nicht mehr allzu lange ausharren.
Ich habe gestern gleich wieder einen Tagesausflug zu meinen Eltern gemacht. Es gab keinen Apfelkuchen, dafür aber lecker Mittagessen. Leider war ich aber etwas schlapp und hab die meiste Zeit auf dem Sofa verbracht und geschlafen.
Es geht aber eindeutig in Richtung Entlassung. Nur nicht heute und auch nicht morgen und wahrscheinlich auch nicht übermorgen. Was wohl eher Montag meint. Aber mal Butter bei die Fische – meine aktuellen Wehwehchen:
- Erhöhter Entzündungswert und Fieber: leider wissen die Ärzte nicht, was es damit auf sich hat und können keinen Infektionsfokus finden. Ich werde daher weiterhin 4x am Tag mit Antibiotika aus dem Tropf gespült.
- Pilzinfektion: trotz Prophylaxe haben sich bei mir zwei kleine Pilzinfektionen in der Lunge gebildet (∅ 0,4 und 0,5 cm), die entsprechend behandelt werden. Solche Infektionen sind saugefährlich und müssen sorgsam behandelt und beobachtete werden.
- Übelkeit/Erbrechen: auch damit habe ich noch zu kämpfen. Die Situation schwankt aber.
Insgesamt fühle ich mich im Moment sehr schlapp und hab eigentlich keine Lust auf gar nix. Noch nicht mal auf’s Bloggen. Ich liege die meiste Zeit im oder auf dem Bett und döse. Heute Vormittag habe ich die Zeit gelesen und jetzt nehm’ ich mir vor, Spiegel Online durchzuklicken.
Darum gibt es heute keinen Ausflug zu meinen Eltern sondern Besuch in der Klinik von der Frau Nachbarin mit Schokokuchen. Und das macht die ganze Situation doch wieder lebenswert.
Gerade eben (14 Uhr) rief Jörn an. Er darf heute für ein paar Stunden zu seinen Eltern nach Prisdorf! Zwar speit er nach wie vor das leckere Klinikessen aus, aber immerhin ist die Temperatur zurückgegangen und auch das CT hat nichts Dramatisches ergeben. Wenn das Experiment Prisdorf gut läuft, wird Jörn in den nächsten Tagen endgültig entlassen.
Warum er das alles nicht selbst schreibt? Er hat laut eigener Aussage in Prisdorf Wichtigeres zu tun: Kaffee trinken und Apfelkuchen essen. Hoffentlich bleibt’s drin …






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