Der Vorstandsvorsitzender des deutschen Medienunternehmens Axel Springer AG hat in einer Videobotschaft an seine Mitarbeiter verkündet: sämtliche Computer und Mobiltelefone sollen Apple auf umgestellt werden.

Neben den üblichen Argumenten für den Umstieg (”Bedienungsfreundlichkeit, Ästhetik, Kosten”) verbindet Springer-Chef Mathias Döpfner aber noch andere Hoffnungen mit dem Umstieg: die Umstellung auf Apple sei “nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern wichtiger Beschleuniger der kulturellen Modernisierung im Unternehmen.”

Da fragt man sich doch, ob die Axel Springer AG tatsächlich den alten Apple Slogan “Think Different” in ihre Unternehmensgrundsätze einfließen lassen und nunmehr ausgewogenen und differenzierten Journalismus machen möchte?

Interessant eine Anmerkung von Cem hierzu:

Witzigerweise hatten Ende der 90er Jahre Kollegen und Mitarbeiter meines damaliges Unternehmens mitgewirkt, u.a. Apple Technologie flächendeckend bei Axel Springer komplett auf Windows Technologie umzustellen. Die Gründe waren damals übrigens haargenau die gleichen, die Döpfner heute für die umgekehrte aktuelle Entscheidung nennt. (…)

Das Hauptargument: TCO (Total Cost of Ownership) und der ROI (Return on Investment). Also auf deutsch die Kosten. Und somit auch den Einkauf. Der damalige VV Richter, ein Kaufmann und aus der Druckereibranche, wollte aber auch insbesondere die Kreativen und die Redaktionen “in Griff bekommen”. Also es war auch eine “kulturelle Massnahme”.

Tolle Unternehmenskultur.