Ich treffe mich heute mit einem alten Freund, genauer gesagt mit meinem Ex-Freund. Manche machen ja rigoros Schluss: Es sei alles gesagt, alles getan, alles geliebt. Ein weiterer Kontakt wäre so sinnvoll, wie bei einem Hirntoten nicht die Geräte abzuschalten. Andererseits: da teilt man Jahre der Vertrautheit, Nähe und vielleicht Liebe – und nach dem Aus soll man sich nie wieder sehen? Warum nicht weiterhin freundschaftlich von den alten Zeiten gemeinsam Nutzen ziehen? Mark und ich haben uns entschlossen, den zweiten Weg zu gehen und fahren recht gut damit.
Heute Abend sind wir vor ganz andere Herausforderungen gestellt: Mark möchte sich in Ottensen in einem fußballfreien Umfeld treffen. Ich finde das nur Konsequent: wenn man schon sonst kein Fußball schaut, muss man das auch nicht während einer Meisterschaft. Das wird an dem Abend des EM-Halbfinales mit dem Spiel Deutschland-Türkei verdammt schwierig.

Dazu habe ich einen lesenswerten Blog beim antibuerokratieteam.net aufgespiesst, dem ich mich vollumfänglich anschliessen möchte:
Die Anzahl derer, die durch PKW-Beflaggung ihre Zugehörigkeit zur Unterschicht und/oder ihre Präferenz bei „Deutschland sucht die Supermannschaft“ demonstrieren wollen, steigt in diesen Tagen wieder einmal exponentiell.
Anmerkung: das Foto ‘Spinner 1′ ist dem Flickr Fotoalbum von NullProzent entnommen und steht unter der Creative Commons Lizenz.
PS: Man beachte auch das Kennzeichen.

4 comments
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26. Juni 2008 um 9:47
Sssikäi
Tja, Herr Meyer. Sie selbst kommen aus PI. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen …
26. Juni 2008 um 10:45
Frau Nachbarin
Herr Lammert bezeichnete die Beflaggung von Fenstern und Kraftfahrzeugen heute morgen im Radio als begrüßenswerte Entwicklung zu einem zwanglosen Umgang mit dieser ganz „natürlichen“ Emotion (so in diesem Sinne durfte ich es verstehen)….. so ganz zwangfrei sieht dieses Auto nun aber wirklich nicht aus…..
Außerdem: Meinem Großvater gefallen diese Auto-Fähnchen auch sehr gut- er findet seinen Wagen auf dem Supermarktparkplatz damit viel leichter wieder, ernsthaft.
26. Juni 2008 um 16:12
Jörn Christian Meyer
@1 Sssikäi:
Und es gibt Gründe, warum ich dort weggezogen bin. Gute Gründe.
27. Juni 2008 um 10:18
Sssikäi
Man kann seine Herkunft nie ganz verleugnen! *bg*