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Es geht mir gut. Ausser einer noch nicht abgeschlossenen Zahnwurzelbehandlung und einer Warze unter dem rechten Fuß plagt mich zur Zeit kaum etwas. Zumindest habe ich mich an alle anderen Wehwehchen mittlerweile so gut angepasst, dass meine chronische, potentiell lebensbedrohliche Erkrankung nicht weiter ins Gewicht fällt. So kann ich gar nicht nachvollziehen, dass sich sämtliche Mediziner und andere Menschen um mich herum Sorgen machen und von einer schnellst möglichen Transplantation sprechen.
Gestern war wieder so ein Abend: ich habe mich mit dem ‘anderen Freund’ getroffen und Rotwein getrunken. Irgendwann fragte er mich, was ich denn noch machen wollte, bevor mir die blutbildenden Stammzellen ausgetauscht werden. Ich wusste es nicht. Eine Samenspende abgeben, falls bei mir irgendwann der Drang zur Reproduktion gegeben ist? Oder noch mal schnell ein Kind zeugen, wie es der Fotograf Romain in dem Film „Die Zeit die bleibt“ von François Ozon macht?
Ich bin dann zu folgender Liste gekommen:
- Ich möchte zu der Hochzeit von Freunden nach London reisen. Als Termin ist dafür der 16. August angesetzt. Da werde ich entweder noch meine ATG/Cylcosporin-Therapie verdauen oder (wenn die KMT vorgezogen wird) viel Spaß mit einer Hochdosischemotherapie haben.
- Ich möchte noch eine Fotoserie anfangen. Was es damit auf sich hat wird später verraten.
- Ich möchte ein Wochenende mit Frank nach St. Peter-Ording fahren.
Ich werde noch ein paar Tage darüber nachdenken. Aber es ist noch nicht so weit, dass ich den Drang verspüre, mich bei Schokojule als Kandidat zum ‘Bechern’ zu melden.
Themenwechsel
Derzeit ärgere ich mich mal wieder verstärkt über Computer, Mobiltelefone, drahtlosen Netzwerken und ähnlichem herum. Durch Zufall bin ich auf das Blog von Robert Lender gestossen, der drei Exemplare der Synchronisierungs-Software FoneLink verlost. Einzige Bedingung, man muss einen Blog-Eintrag zu dem Thema Verbindung zwischen Mac und Mobiltelefon schreiben. Da ich mich seit Wochen sowieso damit beschäftige, hier eine etwas länger geratene Zusammenfassung:
Ausgangslage
Ich mag meinen Mac. Ich mag die aufgeräumte, durchgängige Oberfläche, das man sich schnell zurechtfindet und auskennt. Das User-Experience ist schon deutlich besser als bei Windows. Ich mag das durchgehende Konzept der intelligenten Ordner/Listen/Fächer, mit denen man Daten einfach beliebigen (auch mehrfachen) Kategorien zu ordnen kann. Die mitgelieferten Programme (Finder, Adressbuch, iCal, iTunes) sind soweit in Ordnung. Für den Mac gibt es noch andere Lösungen (Microsoft Office mit Entourage, Mozilla Firefox und Sunbird, Lotus Notes, etc.), so dass ich zur Not auch mein digitales Leben anders organisieren könnte.

Das Unix-System als Grundlage des Computers hat seine Vor- und Nachteile: einerseits eröffnet es unglaublich viele Möglichkeiten. Andererseits begrenzt die von Apple zur Verfügung gestellte grafische Oberfläche (als Tribut an eine einfache Bedienung) diese weitreichenden Möglichkeiten. Dann ist ein Ausflug auf die Konsole von Nöten und die Bedienung wird ‚frickelig’. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Shareware-Programme, die dieses Manko wieder ausgleichen. Insgesamt möchte ich nicht mehr zu Windows zurückkehren.
Im Februar (während des ersten Krankenhausaufenthalts) brauchte ich dringend ein neues Mobiltelefon um mobil ins Internet zu kommen. Ich stand vor der Wahl mir entweder ein iPhone, ein Nokia E51 oder halt das P1i zu kaufen. Das iPhone disqualifizierte sich mangels UMTS und der fehlenden Funktionalität als Modem, das Nokia war zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung bei O2 nicht erhältlich und so blieb nur das P1i.

Ich finde auch mein SonyEricsson P1i ziemlich cool. Es ist eine kleine Wollmilchsau. Die Telefonie-Funktionen sind super, es hat einen guten Kalender und ein vernünftiges Adressbuch. Das Radio und den MP3-PIayer hab’ ich ausprobiert: die Qualität ist okay, aber mein iPod ist deutlich einfacher zu bedienen und handlicher. Die Kamera ist nicht so toll, aber damit kann ich leben. Meine E-Mails lade ich mir einmal am Tag zu Hause per W-LAN runter, ab und zu auch unterwegs; der Client ist in Ordnung, kann auch Anlagen verschicken und ist in Ordnung. Insgesamt bin ich auch mit dem Mobiltelefon zufrieden. Angeblich kann man das P1i auch mit Microsoft Exchange und/oder Blackberry betreiben – mangels einer entsprechenden Gegenseite hab ich das aber noch nicht ausprobiert.
1. Synchronisation
Was aber deutlich nervt ist die Kombination dieser beiden Geräte: es gibt von SonyEricsson einen Treiber für iSync, der nicht wirklich gut funktioniert. Glücklicherweise hat ein User die Treiber nachgebessert und so können jetzt Kalender, Telefonbuch und Aufgaben synchronisiert werden – die Notizen bleiben weiterhin außen vor. Soweit so gut. Schaut man sich die Kontakte auf dem Mac an, so sind sie in verschiedenen Gruppen organisiert: Familie, Freunde, Mandanten, Kollegen, Ärzte. Genauso meine Termine: Sie sind in privaten, beruflichen und sonstigen Kalendern abgelegt. Auf dem Mobiltelefon tauchen sie alle als ‚privat’ auf. Obwohl beide Geräte verschiedenartige Kontakte/Termine unterschiedlich einordnen und darstellen können, findet eine Synchronisierung der Gruppen/Kategorien findet nicht statt.

Beim Adressbuch ist dies (soweit ich das überblicken kann) lediglich ein vergessenes Feature. Beim Kalender sieht es etwas trickiger aus: Microsoft legt in Outlook/Entourage für jeden Benutzer einen Kalender an und ordnet einen Termin mindestens einer Kategorie (privat, beruflich, etc.) zu. Apples iCal wiederum legt für jeden Benutzer verschiedene Kalender an (privat, beruflich, etc.), kennt aber keine Kategorien.
Die meisten Mobiltelefon und PDAs sind trotz verschiedenster Standardisierungsbemühungen (SyncML) auf Microsoft ausgerichtet. Dies hat zur Folge, dass lediglich ein Kalender bei der Synchronisierung unterstützt wird. So können eine Auswahl (z.B. Familie, Freunde) oder sämtliche Kalender aus dem Apple Terminprogramm iCal in den einzigen Kalender des Mobiltelefon kopiert werden; umgekehrt kann aber vom einzigen Kalender im Mobiltelefon nur in einen Kalender des Apple synchronisiert werden. Dies hat zur Folge, dass alle Termine vom Mobiltelefon in einer Kategorie auf dem Apple landen. So taucht ein Termin der auf dem P1i als beruflich eingetragen wurde, auf dem Mac als privat auf.
Es ist mir unbegreiflich, warum Apple seine iSync Software nicht entsprechend angepasst hat. Es kann doch nicht so kompliziert sein, eine Synchronisierung zwischen
Apple iCal (verschiedene Kalender) <-> Mobiltelefon (Kategorien)
Apple Adressbook (Gruppen) <-> Mobiltelefon (Kategorien)
hinzubekommen. Zur Zeit ist man auf Drittanbieter wie Mark/Space, e2sync und PocketMac angewiesen, die auch nur leidlich dieses Problem umschiffen. Das Bottelneck ist und bleibt einfach iSync von Apple. Bedauerlicherweise gibt es für das P1i noch kein Programm von Fremdanbietern, das dieses Problem aus der Welt schafft; Mark/Space hat zumindest eins angekündigt.
Abgesehen von der Tatsache, dass Apple dann auch bitte noch solche kleinen Microsoft Nettigkeiten wie ‘Termin ist unter Vorbehalt’ und ‘Termin ist privat’ einbauen könnte.
2. Fotos/Videos
Ich möchte, dass meine Fotos direkt von iPhoto aus dem Mobiltelefon herausgeladen werden – auch über Bluetooth. Es gibt kleine Programme, die den Memory-Stick im P1i als externes Medium über USB mounten. So etwas drahtlos wäre perfekt.
3. iTunes
Auch wenn ich es nicht nutze: eine drahtlose Synchronisierung der Musik mit iTunes wäre klasse. So etwas hat Nokia mit dem Nokia Multimedia Transfer im Programm, es gibt sonst auch noch das Programm SyncTunes, mit dem man Music aus iTunes auf MP3-Player von Drittanbietern schaufeln kann.
4. Fazit / Wunschliste
An sich bin ich weitestgehend zufrieden. Ich kann mit dem derzeitigen Stand von iSync leben.
- Wenn die Kategorien/Gruppen unterstützt würden, wär’ das super.
- Die Integration von iPhoto und iTunes sind Luxusprobleme, die einem das Leben einfacher machen könnten.
- Ein Mausklick und sämtliche Daten wären drahtlos Synchron hätte schon was.
Anmerkung: alle Bilder sind Flickr entnommen und stehen unter der Creative Commoms Lizenz.

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