„An manchen Tagen habe ich mir gewünscht, Krebs zu haben.”

So beginnt der Bericht des US-Amerikaners Mark Schreiber, der am 21. Januar in der Zeitschrift Newsweek erschienen ist. Er fährt fort:

„Wenn ich zufällig Leute kennenlerne, sage ich ihnen manchmal, ich hätte Krebs. Sag ich ihnen, ich hätte eine schwere aplastische Anämie, bekomm ich als Antwort, auch ihre Tante Sheila hätte Anämie oder schlimmer: ‚Gott sei Dank ist es kein Krebs’. Das waren in etwa auch die Worte, die der Hämatologe zu mir sagte, als er mir das Ergebnis der Knochenmarkbiopsie mitteilte: ‚Die gute Nachricht ist, dass es keine Leukämie ist!’”.

Mark Schreiber berichtet von dem Abgrund, der sich vor einem auftut – dieser Mischung aus Hoffnungslosigkeit mangels spezieller Medikamente, gesicherter Therapien und fehlender Forschung, da sie sich für eine so seltene Krankheit einfach nicht lohnt. Im Amerikanischen wurde für seltene Krankheiten der Begriff ‘Orphan-Disease’ geprägt’. Eine Krankheit mit der man – wie als Waise – allein gelassen ist. Wie drückte es Mark Schreiber so treffend aus: “Als Waise beneidest du andere um ihre Familien, selbst wenn es solche Horrorfamilien wie Krebs sind.”

Newsweek Mark Schreiber

Zahlreiche Leser haben diesem Artikel ihre Kommentare hinzugefügt: fast allen ging es ähnlich. Am besten gefiel mir der Beitrag von Barb:

Not that i want to look bad, but no one really believes that i have a life threatening illness because no one has heard of it.

Aber ganz, ganz ehrlich: ich möchte wirklich nicht mit Krebs tauschen.