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Ich bin drin … bei Xing, bei Facebook, bei YouTube, bei Del.icio.us, bei gayromeo, bei ciao, bei twitter, …
Ich war bei mySpace, blogger.com, orkut, gaydar, StudiVZ …
Und jetzt bin ich etwas verunsichert …
Das Video der BBC zeigt auf drastische Weise, wie unser Verhalten in den Netzwerken der Sozialen Software sich mehr und mehr auf unser reales Leben auswirkt.
Und ich mag mir gar nicht ausmalen, was mit den neuen Ansätzen der Vernetzung (Google Friend Connect, Facebook Connect und MySpace Data Availability – einen Vergleich der Dienste gibt es hier) passieren könnte.
Zur Erinnerung: Soziale Netzwerke wie MySpace sind bisher relativ geschlossene Veranstaltungen. Die Dinge, die Mitglieder so treiben, bleibt im Kreis der Mitglieder – alles was über mich bei Xing steht, steht nur bei Xing und nicht auch noch bei Facebook, bei YouTube, bei Del.icio.us.
Das soll sich ändern: die Daten aus den sozialen Netzwerken sollen künftig auf beliebigen Seiten verfügbar sein. Dann könnte beispielsweise ich als Blogbetreiber (bei WordPress.com) auf meiner Seite ein Fenster unterbringen, in dem meine Freundesliste aus einem sozialen Netzwerk (z.B. Facebook) erscheint. Die derzeitigen Ansätze sehen also bildlich gesprochen eher ein ‘Ausleihen von Daten’ vor (schön beschrieben auf der Seite Marc).
Aber das wird erst der Anfang sein: ich vermute, dass wir irgendwann unsere Daten zwischen den verschiedenen Diensten synchronisieren können. Mit einem Klick sind dann alle meine Angaben über Ausbildung, Arbeitgeber und Lieblingsessen von Facebook zu Xing gewandert. Da Xing als Karriere-Netzwerk die Daten über mein Lieblingsessen nicht benötigt, werden sie dort auf der Daten-Halde zwischengespeichert und werden nicht angezeigt. Wenn ich später bei Xing einen anderen Arbeitgeber eintrage, können diese neue Information Daten dann automatisch an Facebook, mySpace und YouTube weitergegeben werden. Praktisch nicht?
Meine Befürchtung: die Daten geraten durcheinander. Seien wir ehrlich, jeder der schon mal versucht hat, sein neues Mobiltelefon mit Outlook abzugleichen, weiss wovon ich spreche. Man macht vorher besser eine Sicherheitskopie seiner Daten und betet, dass es reibungslos klappt. Meistens fummelt man dann aber doch längere Zeit dran herum und hat dann entweder gar keine Einträge mehr im Adressbuch, alles doppelt oder die mühsam in Outlook eingegebnen Geburtstage sind im Handy auf einmal unter der Einstellung Website gelandet.
Und jetzt malen wir uns mal unser Worse Case Scenario aus: meine gesamte Sammlung an Notizen zu einem kniffeligen Rechtsstreit landet bei Facebook und meine sexuellen Vorlieben werden bei Xing angezeigt.
Vielleicht doch nicht so eine gute Idee.
Anmerkung: Das Foto der synchronschwimmenden Frauen ist dem Flickr-Album von uwdigitalcollections entnommen und steht unter der Creative Commons Lizenz.
„An manchen Tagen habe ich mir gewünscht, Krebs zu haben.“
So beginnt der Bericht des US-Amerikaners Mark Schreiber, der am 21. Januar in der Zeitschrift Newsweek erschienen ist. Er fährt fort:
„Wenn ich zufällig Leute kennenlerne, sage ich ihnen manchmal, ich hätte Krebs. Sag ich ihnen, ich hätte eine schwere aplastische Anämie, bekomm ich als Antwort, auch ihre Tante Sheila hätte Anämie oder schlimmer: ‚Gott sei Dank ist es kein Krebs’. Das waren in etwa auch die Worte, die der Hämatologe zu mir sagte, als er mir das Ergebnis der Knochenmarkbiopsie mitteilte: ‚Die gute Nachricht ist, dass es keine Leukämie ist!’“.
Mark Schreiber berichtet von dem Abgrund, der sich vor einem auftut – dieser Mischung aus Hoffnungslosigkeit mangels spezieller Medikamente, gesicherter Therapien und fehlender Forschung, da sie sich für eine so seltene Krankheit einfach nicht lohnt. Im Amerikanischen wurde für seltene Krankheiten der Begriff ‘Orphan-Disease’ geprägt’. Eine Krankheit mit der man – wie als Waise – allein gelassen ist. Wie drückte es Mark Schreiber so treffend aus: „Als Waise beneidest du andere um ihre Familien, selbst wenn es solche Horrorfamilien wie Krebs sind.“
Zahlreiche Leser haben diesem Artikel ihre Kommentare hinzugefügt: fast allen ging es ähnlich. Am besten gefiel mir der Beitrag von Barb:
Not that i want to look bad, but no one really believes that i have a life threatening illness because no one has heard of it.
Aber ganz, ganz ehrlich: ich möchte wirklich nicht mit Krebs tauschen.



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