Das Wetter ist einfach zu schön zum bloggen und meine Blutwerte laden auch nicht zum Nachdenken ein, daher nur ein schnell zusammen geklöppleter Eintrag.

Egal wie schlecht es mir geht: ich will heute noch mit Frank zum Wäldchestag.

Was es damit auf sich hat? Die Frankfurt Tourismus beschreibt es so:

Einzig in Frankfurt am Main ist der „höchste Pfingstfeiertag” der Wäldchestag, der Dienstag nach Pfingsten. Dieser Tag wird seit Jahrhunderten als der „Nationalfeiertag” der Mainmetropole begangen. Seit Generationen lassen „Jung und Alt” spätestens am Mittag Arbeit Arbeit sein und strömen mit „Kind und Kegel” zum Frankfurter Stadtwald, um „ihren” Wäldchestag zu feiern. Der Wäldchestag steht für Identifikation und Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt. Er ist signifikantes Brauchtum und Teil des städtischen Lebens.

Wäldchestag mit Riesenrad

Soso, Brauchtum. Entstanden ist dieses Volksfest wohl mit der Einführung einer alljährliche Holzzuteilung an die Bürger der Stadt Frankurt; Wikipedia berichtet:

Der Stadtwald gehörte seit 1372 der Stadt Frankfurt, als Kaiser Karl IV. ihr zur Tilgung seiner Schulden Teile des Königsforstes Wildbann Dreieich abtrat. Seitdem war es den Frankfurtern an diesem Tag offiziell erlaubt, im Wald Holz für den Winter zu sammeln. Nach einer anderen Lesart fanden an diesem Tag Brennholzversteigerungen statt, und das Fest stellte den gemütlichen Teil nach deren Abschluss dar. Vermutlich brachten sich die Frankfurter Bürger und ihre Bediensteten, die am Wäldchestag in den Stadtwald zogen, Speisen und Getränke von zuhause mit. Wann aus diesem Brauch ein ausgelassenes Fest entstand, ist nicht genau bekannt.

Vor mehr als hundert Jahren sah das in etwa so aus:

Historischer Wäldchestag

Mittlerweile verfügen wir in Frankfurt auch über Zentralheizung und müssen nicht mehr mit dem Bollerwagen in den Wald ziehen, um es im Winter kuschelig zu haben. Der gemütliche Ausklang nach den Strapazen ist übrig geblieben und so ist das ganze nunmehr ein geselliges Volksfest im Wald. Heute sieht das dann so aus:

Buden auf dem Wäldchestag

Wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann, ein auch bei Schwulen beliebtes Event. Für die gibt es auch den Regenbogenarea mit “Bühnen- und Partyprogramm für maximalen Partyspaß”. Das hört sich schlimmer an als es tatsächlich ist. Eigentlich ist es sogar ganz lustig. Nach dem verregneten Wäldchestag im vergangenen Jahr, gibt es diesmal sogar ein eigenes schwul-lesbisches Festzelt … aber das wird dieses Jahr nicht benötigt.

Sehr schön beschreibt den Wäldchestag ein Blogger aus der Nachbarschaft: Quikes Wohnzimmer

Hier noch ein paar weitere Fotos vom Wäldchestag (aufgenommen vom Frank):

Wädchenschiessen - Wäldchestag

Wäldchestag

Wäldchestag - Regenbogenarea

Frank, Didi und Roberto

Roberto, Didi und Frank in der Regenbogenarea

Anmerkung: Die Fotos vom Wäldchestag sind der Website der Tourismus+Congress entnommen.