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Durch John Doughs Bornheim-Blog bin ich auf die WikiMap.Nordend des Verkehrsdezernats aufmerksam geworden. Im Rahmen des Projekts „Vernetzte Spiel- und Begegnungsräume“ können dort auf einer interaktiven Karte Orte eingetragen werden, die den Bewohnern wichtig sind, die sich ändern sollen oder die früher anders (besser?) waren.

Nordend-Map

So sollen die Wünsche und Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger für die anstehende Umgestaltung des Stadtteils erfasst werden. Man kann sich das ganze wie ein großer auf eine Pinnwand aufgezogener Stadtplan vorstellen, auf der Post-Its, Fotos oder Fähnchen raufgesteckt werden. Als ausgewachsene Web 2.0 Anwendung können natürlich auch vorhandene Einträge eingesehen und kommentiert werden.

Die Idee finde ich grandios, denn so könnte der einzelne Bürger wieder mehr an der Gestaltung seiner Umgebung beteiligt werden und letztlich vielleicht auch wieder mehr Interesse für Politik entwickeln. (John Dough im Bornheim-Blog)

Die Karte erfreut sich schon einer regen Beteiligung: so werden für den unteren Oeder Weg ‘kreative Sitzgelegenheiten’ gewünscht und das Entfernen der ‘hässlichen Glasmüllcontainer’ gefordert; auffällig sind auch die vielen Einträge zu ‘Hundekot’. Aber auch ein freundlicher Hinweis auf die fehlende gärtnerische Gestaltung eines Vorgartens (Bornwiesenweg 63) taucht auf. Ist das Nordend vielleicht spießiger als seine Bewohner selber zugeben wollen? Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie sich Johns hehre Hoffnung erfüllt.

Es wird Sommer und unser jährliches wiederkehrendes Problem stellt meldet sich: Ameisen. Wir wohnen im ersten Stock und unser Balkon befindet sich über den (hübsch verdeckten) Mülltonnen. Aber trotzdem kriechen unsere kleinen Nachbarn die Mauer hoch und machen sich bei uns breit. Viele Ameisen. Auf dem Balkon, im Wohnzimmer, in der Küche, im Bad. Man muss sich das ungefähr so vorstellen:

Ameisen an Hauswand

Auch andere Blogger sind von diesem Problem betroffen. So berichtet LDWorldWide aus Kairo von einem deutlich stärkeren Befall, der durchgreifende Maßnahmen erforderte:

This weekend, we moved our major appliances — the ones that are more likely than the coffee maker to generate crumbs or drips, including the microwave and the toaster oven — from one side of the kitchen to the other, in hopes that the invaders will be slow to cross the Great Divide. To date, they have not yet discovered the pantry.

Ob ihre Lösung mit dem Versetzen der Küchenzeile aber auf Dauer Erfolg verspricht mag ich bezweifeln. Abgesehen von der Tatsache, dass ich wenig Lust habe die Einbauküche zu versetzen, halte ich mich dann doch eher an Navy wifes Motto ‘Ameisen bedeuten Krieg und Krieg ist hässlich’. Ich habe also Wohnzimmer, Flur, Küche und Bad geschrubbt. Letztes Jahr hatten wir mit den Ameisen ein Gentleman’s Agreement getroffen, dass sie uns nach einer großen Putzaktion in Ruhe lassen – wir im Gegenzug nichts gegen sie unternehmen würden. Mal sehen, ob es auch dieses Jahr klappt!

Anmerkung: Das Foto mit den Ameisen stammt aus dem Flickr-Album von Jason Merrick und steht unter der Creative Commons Lizenz.

Kleines Update: Ich muss zugeben, dass Frank nicht viel Gentleman’s Agreement hält – er hat zu härteren Maßnahmen gegriffen … jetzt hoffe ich nur, dass wir demnächst nicht von Ameisen besucht werden, die denen auf dem oberen Foto ähneln.

Ameisenmittel

Aber es sind keinerlei Ameisen mehr auf dem Balkon … oder in der Wohnung …